Sonntag, 24. Mai 2020

Coronaregeln am Heisenberg als übersichtliche Infografik


Gesund und sicher durch den Schulalltag, trotz Corona: Dazu sind eine Menge Regeln einzuhalten. Paul Döring, Sport- und Geographielehrer am Heisenberg, hat sie mit dieser ansprechenden Infografik in eine übersichtliche Form gebracht. Super Idee, herzlichen Dank dafür!

Coronaregeln am Heisenberg (c) Paul Döring 2020


Klicken Sie auf die Grafik, um sie in voller Größe sehen und ggf. ausdrucken zu können.



Donnerstag, 7. Mai 2020

Verbesserungsvorschläge aus dem Elternrat zur digitalen Beschulung

Die digitale Beschulung unserer Kinder war für unsere Schule ein Sprung ins kalte Wasser. Und das "Homeschooling" wird uns wohl noch eine Weile in der einen oder anderen Form begleiten.

Klassenelternsprecher haben daher in den vergangenen Tagen Erfahrungsberichte eingesammelt, um sie der Schulleitung als Verbesserungsvorschläge zur Verfügung zu stellen.

Grundsätzlich war es Ziel, die Themen so zu strukturieren, dass wir zum einen das Problem kurz benennen und zum anderen dazu einen Lösungsvorschlag machen.


Diese Information sind der Schulleitung am 7. Mai zur Verfügung gestellt worden, in der Hoffnung, dass sie dazu beiträgen können, das digitale Schulleben noch reibungsloser und unkomplizierter zu machen.

Im folgenden die wesentlichen Auszüge aus dem bisherigen Rücklauf, nur leicht redigiert:


Beitrag #1

Problem: Lehrer verwenden proprietäre Dateiformate, die sich nicht überall darstellen bzw. abspielen lassen
Lösungsvorschlag: plattformneutrale Dateiformate wie z.B. pdf und mp3 statt doc und wma.

Problem: Hoher Druckaufwand durch seiten- und farbintensive Hausaufgabenblätter.
Lösungsvorschlag: Druckaufwand minimieren durch Komprimierung der Information auf den Hausaufgabenblättern.

Problem: Hausaufgaben werden an verschiedenen Orten in Lernsax eingestellt (manche nur in „Aufgaben“, manche nur in „Dateiablage“, manche an beiden Orten…)
Lösungsvorschlag: Definition eines Ortes (z.B. Dateiablage)

Problem: Keine Verknüpfung zwischen Bekanntmachung einer Aufgabe in „Aufgaben“ und den entsprechenden Dokumenten in „Dateiablage“
Lösungsvorschlag: Obligatorische Verlinkung

Problem: Mangelnde Übersicht aufgrund uneinheitlicher und teilweise unlogischer Dateinamen der Hausaufgabenblätter in verschiedenen Fächern.
Lösungsvorschlag: Eine für alle Lehrer verbindliche Systematik, nach der Dateinamen zu vergeben sind



Beitrag #2:

1. Die Problembeispiele Nr. 2, 3 und 4 können so bestätigt werden und es wäre gut, wenn es dafür Lösungen gibt

2. Wünschenswert wäre das Angebot eines regelmäßigen Onlinekontaktes zu den entsprechenden Lehrern (manche bieten es schon sehr gut an), da schriftliche Rückmeldungen der Lehrer zu Aufgaben teilweise nicht hilfreich sind

3. Wie könnten Gruppenarbeiten über Lernsax funktionieren? Einige Aufgaben sind per Gruppenarbeit zu erledigen.

4. Oftmals gibt es Aufgaben mit Termin, aber es muss nur gekennzeichnet werden, dass die Aufgaben erledigt wurden. Ein großer Teil der Lehrer möchte die erledigten Aufgaben nicht geschickt haben, sondern es wird darauf verwiesen, dass sie im Schulbetrieb besprochen werden. Was aufgrund der zu erwartenden Situation eher schwierig ist. Den Schülern fehlt dann eine zeitnahe Rückmeldung.

5. Manche Lehrer antworten nicht auf eingereichte Aufgaben oder Fragestellungen zeitnah (nach über einer Woche noch keine Antwort).


Beitrag #3:

Es gibt manchmal ein Problem, wenn eine Aufgabe mit einem Dokument verlinkt ist. Dieses ist normalerweise in der Dateiablage nochmals als Link hinterlegt. Bei einigen Lehrern hat aber das zugehörige Dokument in der Dateiablage gefehlt, so dass der Link ins Leere führte.

Der Rest funktioniert wirklich gut – erst Recht, wenn man betrachtet, dass es ein echter „Kaltstart“ war.


Beitrag #4:

- Zugriff auf einfache Dateien ist manchmal nicht möglich --> ein Tag später geht es oft
- das Herunterladen ist umständlich
- die Dateivorschau ist nicht sinnvoll, da das Bild nicht groß genug ausgegeben wird
- die Messenger-Funktion ist nicht praktikabel
- einzelne Lehrer nutzen weiterhin moodle als Dateiablage und legen aber die Aufgabenliste im LernSax ab, so dass leider doppelter Aufwand bei den Schüler*innn anfällt


Beitrag #5:

Hinweise zur Lernsax-Nutzung

I. Informationen

Problem: zu wenig Information seitens der Schule (nur durch Medien)
Lösung: kurze Nachrichten der Schulleitung über Lernsax würden reichen

II. Aufgabenbereitstellung

Problem: Jeder Lehrer hat sein System und seine Ordnung. Als Eltern verliert man da schnell den Überblick.
Lösung: einheitliches System festlegen

Problem. Keine Übersicht für Lehrer und Schüler (und Eltern) über erledigte Aufgaben
Lösung: Funktion „Aufgaben erledigt“ bei jeder Aufgabe einstellen, damit Lehrer und Kinder eine Übersicht haben, was fertig ist und was noch nicht geschafft wurde

Problem: Lernsax ist sehr unübersichtlich; viele Funktionen, die nicht genutzt werden
Lösung: Funktionen, die nicht benötigt werden, ausblenden

Problem: Dateien innerhalb der Fächer sind unübersichtlich oder es fehlt eine Datei, da sie bereits gelöscht wurde
Lösungsvorschlag: jeweils Unterordner einrichten je Aufgabe, in dem die Aufgaben als auch die Lösungen abgelegt werden. Wenn eine neue Aufgabe eingestellt wird, wird der alte Ordner in einen Ordner Archiv oder Alt innerhalb des Fächerordners verschoben.

Problem: es gibt nicht für alle Fächer Aufgaben, insbesondere Sport
Lösung: Einstellen täglicher oder wöchentlicher Sportaufgaben, die auch mit einfachen Mitteln erledigt werden können

Problem: zu wenig Druck Aufgaben rechtzeitig zu erledigen
Lösung: Alle Aufgaben müssen eingeschickt werden und die Lehrer führen über die Erfüllung eine Nachweisliste. Die eingeschickten Arbeiten werden stichprobenartig kontrolliert, allerdings sollte jeder Schüler in einem gewissen Zyklus eine Rückmeldung zu einer eingereichten Aufgabe erhalten.

Problem: neue Aufgaben werden übersehen; es kann die Aufgabenerfüllung schlecht geplant werden, da jeden Tag Aufgaben „eintrudeln“
Lösung: Aufgaben werden immer an einem festen Tag für die kommende Woche bzw. 14 Tage, eingestellt, damit die Schüler/ Eltern die darauffolgende „Arbeitswoche“ planen können

III. Elternbeteiligung

Problem: keine Information, was die Eltern tun sollen
Lösung: Aufgaben der Eltern definieren, bspw. Antworten korrigieren oder „falsch“ lassen bzw. Kindern bei der Arbeit betreuen oder „alleine“ lassen und lediglich an Aufgaben erinnern.

IV. Interaktion zwischen Schülern und Lehrern

Problem: Die Aufgaben müssen von den Schülern selbst korrigiert werden und die Schüler erhalten von den Lehrern keine Rückmeldung zu ihren Aufgaben.
Lösung: Es werden Lernpartner bestimmt, die sich bei der Aufgabenlösung unterstützen und Aufgaben gegenseitig korrigieren.

Problem: Demotivation der Kinder
Lösung: Konferenz zu Motivation und Zeitplanung sowie Vermittlung von Inhalten

Problem: Die Aufgaben müssen von den Schülern selbst korrigiert werden und die Schüler erhalten von den Lehrern keine Rückmeldung zu ihren Aufgaben.
Lösung: Die gelösten Aufgaben werden eingescannt/abfotographiert und den Lehrern über den LernSax-Mailservice zugeschickt. Alternativ könnte man die Post nutzen.

Problem: Die Lehrer wissen derzeit nicht, ob tatsächlich alle Kinder die Aufgaben gewissenhaft lösen und etwas lernen. Das könnte zu einem großen Problem werden wenn die Schule wieder anfängt...
Lösung: Regelmäßige Rückmeldung zu den gelösten Aufgaben. Regelmäßige Gespräche (Video – ggf. Telefon). Wenn jedes Kind jede Woche einmal mit einem Lehrer sprechen würde, dann wäre das zumindest ein Anfang. Dabei könnten ja kleinere Gruppen gebildet werden um einen direkten Austausch zu ermöglichen.

Problem: fehlende Wissensvermittlung durch Lehrer
Lösungsvorschlag: Regelmäßige Online-Konferenz für Hauptfächer ähnlich des Stundenplans


Beitrag #6:

die Frage kommt zur rechten Zeit, denn auch ich hatte schon ein paar Rückmeldungen, dass es doch noch etwas unkoordiniert und unstrukturiert scheint. Allerdings ist es ja für alle Schüler, Lehrer und Eltern eine neue Herausforderung, an der man arbeiten muss.

1. Die Kinder müssen ständig bei Lernsax schauen, ob es neue Aufgaben gibt. Auch die Orte für die Ablage sind unterschiedlich. Das ist sehr mühsam.
Vorschlag : Alle Lehrer stellen am Montag bis 10 Uhr die Aufgaben für die gesamte Woche ein. So hat man gleich einen besseren Überblick über die Gesamtheit der Aufgaben und die Schüler können sich diese besser einteilen.
Zusätzlich zu einer einheitlichen Systematik der Dateinamen möchten wir die Deckblätter der Aufgaben von Frau Lutter in Englisch positiv erwähnen. Dort werden alle wichtigen Infos (Rückgabetermin, Kalenderwoche, Zeitumfang der ersetzten Schulstunden) aufgeführt. Diese Systematik und diese Informationen sollten für alle Fächer/Aufgaben gleich sein. Daran könnten sich alle Lehrer orientieren.

2. Alle Lehrer senden immer nur Aufgaben und Arbeitsblätter, dabei haben wir doch viele junge Lehrer, die in der Lage sein müssten, eine Videokonferenz (auch ohne Bild und nur mit Ton) zu organisieren.
Vorschlag: mehr Videokonferenzen anbieten oder auch Erklärvideos (sogen. Tutorials) der Lehrer, z.B. wenn es eine neue Thematik gibt, in Lernsax einstellen.
Uns fehlt hier der Wille der Lehrer (wenigstens in Ansätzen) ein Thema, welches neu für die Schüler ist, per Videokonferenz zu erklären. Sie müssen sich alles im Selbststudium erarbeiten, sind aber nicht in der Lage dazu. Sie sind ja keine Studenten.

3. Es muss sehr viel gedruckt werden. Viele haben zu Hause keinen Drucker oder nur unzureichende Qualität, müssen dies dann bei Freunden, Nachbarn oder auf Arbeit ausdrucken (was ja eigentlich nicht erlaubt ist).
Vorschläge: z.B. Druck in der Schule + Abholung oder Postversand oder aber einfach mehr Aufgaben in vorhandenem Lehrmaterial, wie Arbeitsheften/Büchern nutzen, so dass keine oder weniger Ausdrucke notwendig sind.

4. Insgesamt kamen Rückmeldungen, dass es zuviele Aufgaben sind. Die Kinder arbeiten jetzt 7 Tage die Woche, ein Wochenende gibt es kaum.
Vorschlag: angemessene Aufgabenpakete, nur das, was auch in der vergleichbaren Zeit bei normalem Schulbetrieb abgearbeitet werden könnte. Keine Aufgaben über die Ferien/Feiertage, denn auch die Schüler brauchen mal Pause. (in der 8/2 beziehen sich diese Anmerkungen speziell auf das Fach Deutsch).

5. Mehr Feedback insbesondere für Schüler/Fächer mit Leistungsdefiziten oder gar Versetzungsgefahr.
Vorschlag: In diesen Fällen sollten nicht einfach nur die Musterlösungen hochgeladen werden, die von den Schülern selbst verglichen werden müssen, sondern die Lösungen der Schüler sollten individuell von den Lehrern ausgewertet und mit Feedback versehen werden. Das ist ganz wichtig, sonst verstärken sich diese Defizite und diese können im nächsten Schuljahr nicht mehr ausgeglichen werden.

6. Aufgabenstellungen, bei denen Videos der Schüler (z.B. Gedichtsvortrag) hochgeladen oder verschickt werden müssen, sind sehr problematisch. Auch wenn Lernsax eine offizielle und hoffentlich entsprechend gesicherte Plattform ist, Internet bleibt Internet... Zudem besteht die Möglichkeit, dass die Videos auch von Klassenkameraden abgefilmt und weiterverbreitet werden könnten.
Vorschlag???

7: Im Fach Französisch sollte für eine Aufgabe ein Film (Ziemlich beste Freunde) geschaut werden. Die Schüler waren aufgefordert, sich diesen Film selbstständig zu besorgen. Das hieß, kostenpflichtige Angebote (wie amazon prime, Netflix) mussten dazu herangezogen werden.
Vorschlag: es sollten nur Materialien angefordert werden, die unabhängig von kostenpflichtigen Angeboten erhältlich sind oder die Schuler stellt die Angebote zur Verfügung.

8. Umgang mit der Anwendungssoftware
Vorschlag: Hier das Fach Informatik mehr nutzen, um hier in der aktuellen Situation, den Schüler Praxis- /Anwendungstips zu vermitteln: Dateiablage, Sortieren, Strukturieren, Anwendung Videokonferenzen, Bilder/Dateien hochladen usw. Die Eltern stehen ja auch, soweit es geht, unterstützen zur Seite. Jedoch ist es nicht immer möglich, dass die Eltern dahinterstehen und helfen, zumal diese auch tagsüber einfach nicht da sind. Die Kinder sind i.d.R. allein zu Hause und müssen allein klar kommen.

dazu kam noch ein Hinweis zum Thema Hardware
Das damalige Angebot, dass gespendete Geräte oder Leihgeräte gesammelt und bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden, ist an sich sehr positiv. Aber oft fehlt es vielleicht eher an Anwendungs- und Installationskentnissen, die eine Nutzung so schwierig machen. Zum Beispiel weil ein vorhandener Drucker nicht W-Lan fähig ist aber dem Schüler nicht täglich ein eigener Laptop mit Anschluss an den Drucker zur Verfügung steht und sonst nur das Smartphone genutzt wird.


Beitrag #7:

(Es besteht der Wunsch,) dass die Aufgaben in der Dateiablage besser geordnet werden. Das funktioniert bei einigen Lehrern nicht so gut. Einige haben aber auch schon "aufgeräumt ", da sind dann ältere Aufgaben nicht mehr abrufbar. Es wäre dann schön, wenn es einen Ordner gäbe, wo nicht mehr aktuelle Aufgaben abgelegt werden.

Beitrag #8:

folgende Vorschläge zur Verbesserung:
 - einheitliches Einstellen der HA zu Beginn der Woche von allen Lehrern
 - einheitliches Bezeichnen der Dokumente
 - einheitliches Format der Dateien mit Bezeichnung Fach/Kalenderwoche etc (ggf als Fußzeile)
- ideal ist PDF, bekommt jeder ohne Probleme auf
- keine Volllseitfarbeverwendung, Druckoptimierung

Dies dient in Summe der Organisation für Kinder und Eltern.

Beitrag #9:

Problem: Es gibt aktuell in Lernsax nur die Möglichkeit einzelne Dateien herunter zu laden. (Haken ins Kästchen, klicken auf Icon Download, Datei wird im entsprechenden Ordner auf dem Rechner gespeichert). Bei mehreren Dateien kann man nicht alle Dateien auf einmal markieren und herunterladen. Das ist in manchen Fällen (mehrere Arbeitsblätter bzw. Dateien) recht umständlich und zeitaufwendig.
Lösung: Bereitstellung eines Buttons, mit dem man mehrere markierte Dateien auf einmal herunterladen kann.

Problem: Bei Konferenzen kam es schon häufiger vor, dass es scheinbar eine Teilnehmerbegrenzung gibt und man irgendwann die Fehlermeldung bekommt, dass die maximale Teilnehmeranzahl erreicht ist. Man kommt dann nicht mehr in die Konferenz.
Lösung: Entweder durch den Moderator die Option schaffen, dass er/sie die Teilnehmerzahl manuell anheben kann oder das Limit generell ausschalten durch jemanden, der entsprechende Rechte hat.

Problem: Allgemein gibt es viele Abbrüche bei der Videokonferenz und teilweise fallen plötzlich das Mikrofon und/oder die Kamera aus.
Lösung: Entwickler müssen eine technische Lösung finden.

Problem: Manchmal erhält man keine Systemnachricht und verpasst neue Dateien oder Nachrichten.
Lösung: Entwickler müssen eine technische Lösung finden. 

Beitrag #10:

Es gibt nun vermehrt Noten auf eingereichte Aufgaben oder Tests, allerdings können diese schnell untergehen, da es kein Schriftstück dazu gibt, dass „vorgezeigt“ wird. Daher wäre die Frage, wie man einen Notenüberblick schaffen kann.

Freitag, 13. März 2020

Wegen Corona-Virus: Unterrichtsfrei bis 17. April

Sachsen bereitet die Schließung aller Schulen bis zum 17. April vor. Von Montag an gilt erstmal eine Übergangsregelung: Die Schüler*innen können zu Hause bleiben - müssen aber nicht, da eine Betreuung noch sichergestellt ist. Unterricht findet allerdings NICHT mehr statt.

Wann die Schulen endgültig geschlossen werden, entscheidet das Kultusninisterium im Laufe der kommenden Woche. Details dazu hier: https://www.bildung.sachsen.de/blog/index.php/2020/03/13/coronavirus-empfohlene-infektionsschutzmassnahmen-an-schulen/ und hier: https://www.mdr.de/sachsen/corona-schulpflicht-100.html

Samstag, 7. März 2020

Schule ohne Rassismus: Heisenberg bereitet Bewerbung vor

Wie zerstörerisch und mörderisch rassistisches Gedankengut wirkt, wird uns derzeit in trauriger Regelmäßigkeit vor Augen geführt. Umso wichtiger, sich hier deutlich zu positionieren.

In der Lehrerschaft des Heisenberg hat sich eine Projektgruppe gebildet, die eine Bewerbung um die Auszeichnung als "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" vorantreibt. Noch im Laufe dieses Schuljahres soll sie eingereicht werden.

Auf Einladung des Elternratsvorsitzenden nahm sich Christina Trog, Lehrerin für Englisch und Geschichte, am Mittwochabend Zeit, um der Elternratversammlung über den aktuellen Stand des Vorhabens zu berichten. Ihre Präsentation kann hier als pdf herunter geladen werden: https://1fichier.com/?o5jvqcw8rs4tkqgabfm1

Zu den Voraussetzungen, um als "Schule ohne Rassismus" nach den Statuten des Trägervereins anerkannt zu werden, zählen eine Selbstverpflichtung von Schülern, Lehrern und sonstigen Beschäftigten an der Schule sowie regelmäßige Veranstaltungen. Der Verein wurde 1995 gegründet und ist bundesweit tätig. Er genießt die Unterstützung zahlreicher hochrangiger Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter der Bundespräsident.

Frau Trog sieht das Heisenberg hinsichtlich seiner Aktivitäten bereits gut aufgestellt für eine erfolgreiche Bewerbung. Was noch fehlt, ist eine Patin bzw. ein Pate. Die Elternratversammlung sagte Frau Trog ihre Unterstützung bei der Suche zu. Eine entsprechende Rundmail geht in Kürze in den Verteiler des Elternrats. Eine Erläuterung des Patenkonzepts gibt der Trägerverein hier: https://www.schule-ohne-rassismus.org/courage-schulen/patinnen/


Ausführliche Informationen zu allen Aspekten der Initiative "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" finden sich auf der Website des Trägervereins: https://www.schule-ohne-rassismus.org/startseite/

Freitag, 6. März 2020

Schulspeisung: Jetzt wird's ein bisschen anstrengend

In diesem Jahr stehen die Schulen in Leipzig wieder vor der Frage, welchen Essensanbieter sie haben wollen. So auch das Heisenberg.

In einem ersten Durchlauf waren die Schulen aufgefordert, ihre Anforderungen und Präferenzen zu definieren. Jetzt beginnt die nächste Phase.

EU-Regeln bestimmen, wie die Stadt Aufträge an Speisenanbieter für Schulen etc. zu vergeben hat. Schulen, welche die Vorgaben nicht einhalten, machen ihre Entscheidungen anfechtbar. Anbieter haben das Recht, alle Dokumente einer Schule einzusehen, die bei der Entscheidungsfindung eine Rolle gespielt haben.

Zusätzlich kompliziert ist die Situation an unserer Schule, weil wir gezwungen sind, die Entscheidung mit der benachbarten Grundschule zusammen in einer gemeinsamen Schulkonferenz zu treffen, da wir uns die Mensa teilen.

Zur Vorbereitung auf diese Schulkonferenz müssen die - anonymisierten - Angebote der Essensanbieter bewertet werden, die sich für das Nachfrageprofil unserer Schule bei der Stadt bewerben. Der Stadtelternrat hat hierfür drei mögliche Vorgehensweisen entwickelt, die offenbar konform gehen mit den EU-Regeln, und auch miteinander kombiniert werden können.
  1. Vollumfängliche Beteiligung aller Eltern, Schüler und Lehrer in der Schule: Jedem Elternteil, Schüler oder Lehrer werden die Unterlagen durch die Schule zur Verfügung gestellt. Jeder bewertet die Leistungen der Essensversorger und trägt die Bewertung in der beigefügten Tabelle ein.
  2. Beteiligung der Eltern, Schüler und Lehrer nach Wichtigkeit von Leistungen: Auch in dem Fall ist jedes Elternteil, jeder Schüler und jeder Lehrer eingeladen an der Entscheidung mitzuwirken. In dieser kurzen Version werden Begriffe aus den Angeboten der Essensanbieter nach Kategorien zur Bewertung vorgelegt.
  3. Schulkonferenzbeschluss durch Antrag: Die Schulkonferenz beschließt, einen Ausschuss „Schulspeisung“ einzusetzen, der im  Idealfall zu gleichen Teilen aus Vertretern von Schülern, Eltern und Lehrern besteht. Dieser Ausschuss kann eine Beschlussvorlage auch ohne Einbeziehung aller Eltern, Schüler und Lehrer erarbeiten.

Alle Details dazu hier:  

https://stadtelternratleipzig.de/2020/01/neues-vergabeverfahren-in-der-schulspeisung-dritter-schritt/

Die Stadt hat sich den Vorschlag des SER offenkundig zu eigen gemacht, dass jede Schule sich für einen dieser drei Wege entscheiden soll. Frau Schreiber konnte dazu von ihrer Seite auf der Elternratsversammklung keine definitiven Angaben machen  Zusätzliche Erkenntnisse ergibt möglicherweise ein Infotermin der Stadt am 10. März, den Frau Schreiber zufolge die stellvertretende Schulleiterin, Fr. Weigand-Münzel, wahrnehmen wird.

Nach allem Dafürhalten werden sich jedoch alle in der Schulkonferenz vertretenen Gruppen - also sowohl die Eltern als auch die Schüler und die Lehrer - anhand der Vorgaben des SER-Papiers eine Meinung bilden müssen, wie stark sie in die Entscheidungsfindung involviert sein möchten. Und diese Entscheidungsfindung steht unter Zeitdruck, wie es darin heißt:

"Anfang März 2020 werden allen Leipziger Schulen eine umfangreiche Übersicht der Leistungen der Essensversorger und eine Auswertungstabelle zugesendet. Pro Essensversorger werden wohl mehrere A4 Seiten an Material zur Verfügung stehen. In der Tabelle werden zum Schluss die Bewertungen pro Essenversorger für jede Kategorie geschrieben, so, wie die Schulkonferenz es beschließen wird. 
Vom Erhalt bis zur Abgabe des Beschlusses hat die Schule sechs Wochen Zeit."

Die Elternratsversammlung am 4. März war sich einig, dass der Aufwand grundsätzlich möglichst gering gehalten werden sollte.

Die Klassenelternsprecher werden von mir in Kürze in einer Rundmail  befragt nach ihren Präferenzen und ggf. denen ihrer Eltern.





Coronavirus Sars-CoV-2: Nein zum Keim

Inzwischen müssten alle Klassen von Lehrern ausführlich unterrichtet worden sein über die Hygieneregeln, die eine Verbreitung von Viren wie Sars-CoV-2 verhindern oder zumindest stark eindämmen können. Dies berichtete Schulleiterin Schreiber der Elternratsversammlung am 4. März in der Aula. Sie sagte zu, dies nochmal zu überprüfen und ggf. anzumahnen. Seifen- und Handtuchspender würden einmal täglich überprüft bzw. nachgefüllt.

Wie der Informationsweg im extremen Falle einer Schulschließung aussieht, konnte Frau Schreiber noch nicht darlegen. Bei Verdachtsfällen entscheidet das Gesundheitsamt über das weitere Vorgehen. Die Handlungsempfehlungen der Schule stehen zusammengefasst in diesem Elternbrief: https://whs-leipzig.de/images/PDF/Elternbrief_Coronavirus2.pdf.pdf

Das sächsische Kultusministerium hat heute bekannt gegeben, dass Klassenfahrten, Studienfahrten und Schüleraustausche bis auf weiteres eingeschränkt werden. Näheres dazu hier: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/234780

Masernimpfpflicht seit 1. März

Auch das Heisenberg ist von der Masernimpfpflicht betroffen. Sie ist seit dem 1. März Gesetz (Details dazu hier: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/impfpflicht/faq-masernschutzgesetz.html).

Die meisten Lehrer und Schüler können sich mit dem Nachweis noch Zeit lassen: "Alle, die am 1. März 2020 bereits in den betroffenen Einrichtungen betreut werden oder tätig sind, müssen den Nachweis bis zum 31. Juli 2021 vorlegen."

Schulleiterin Schreiber hatte am Mittwoch noch keine näheren Informationen für die Elternvertreter, wie dieser Prozess organisiert sein wird.

Klar ist seitens des Gesetzgebers, dass Zwangsimpfungen "in keinem Fall in Betracht" kommen. Impfverweigerer müssen aber damit rechnen, in Konflikt mit den Gesundheitsämtern zu geraten. Näheres auch dazu hier: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/impfpflicht/faq-masernschutzgesetz.html .