Wenn morgen der neu gestaltete Renftplatz mit seinen Aufenthaltsflächen und Spielgeräten direkt vor den Fenstern des Heisenberg feierlich eröffnet wird, stellen sich viele Eltern die Frage, ob und wie künftig für angemessene Ruhe, Ordnung und Sicherheit gesorgt werden wird.
Schulleitung, Lehrer und Elternvertreter sind dazu seit gut zwei Jahren im Gespräch mit verschiedenen Ämtern der Stadt, insbesondere dem Amt für Gebäudemanagement und dem Amt für Jugend, Familie und Bildung. Der Diskussionsstand und die angekündigten Lösungsansätze haben des öfteren gewechselt (siehe z.B.: http://elternrat-whs.blogspot.com/2017/05/schulkonferenz-vom-2-mai-sorge-wegen.html).
Der aktuelle, vorläufige Kenntnisstand stellt sich aus Sicht des Elternratsvorsitzenden auf Basis verschiedener Gespräche mit Vertretern der Schule, des Schulamtes, des Amtes für Stadterneuerung und des Amtes für Gebäudemanagement wie folgt dar:
- Die Platzordnung enthält explizit die Vorgabe, dass zu Unterrichtszeiten "ruhestörender Lärm" zu vermeiden ist und "Sportspiele" - das schließt nach menschlichem Ermessen die Nutzung der Sportanlagen ein - nicht gestattet sind. Die Unterrichtszeit wird so festgelegt: Montag bis Donnerstag von 8 bis 15:15 Uhr, Freitag von 8 bis 13:15 Uhr.
- Für Sauberkeit und Ordnung soll primär ein externer Dienstleister sorgen. Beauftragt wurde offenbar die Firma WISAG Facility Service. Sie soll, so heißt es, täglich zwischen 6:30 und 7:00 den Platz säubern. In Fällen von Ruhestörung o.ä. kann sie von der Schule gerufen werden, um die Platzordnung durchzusetzen. Eine offizielle Bestätigung dieser Vertragsinhalte konnte beim Amt für Gebäudemanagement noch nicht eingeholt werden.
- Sollte sehr kurzfristig Handlungsbedarf entstehen, ist die Schulleitung offenbar gewillt, einen ihrer Hausmeister auf den Platz zu schicken. Bisher hat die Stadt den Hausmeistern formal noch kein Stundenkontingent zur Betreuung des Renftplatzes zugesprochen.
- Offen ist, ob städtische Straßensozialarbeiter den Renftplatz regelmäßig anlasslos besuchen werden. Zu dieser Frage konnte noch kein kompetenter Ansprechpartner erreicht werden. Ein Vertreter des Amtes für Jugend, Familie und Bildung hatte der Elternratsversammlung im Oktober versprochen, dafür zu sorgen. Viele Eltern halten eine regelmäßige Anwesenheit von Mitarbeitern der Stadt für ein wichtiges Signal an die Besucher und Nutzer des Platzes, gerade in den ersten Monaten nach Inbetriebnahme.
Von Elternseite werden wir in jedem Fall aufmerksam beobachten, wie gut das Miteinander von Schulbetrieb und Freizeitvergnügen direkt vor der Haustür funktioniert.
Donnerstag, 31. Mai 2018
Freitag, 23. März 2018
Einladung zur Elternratsversammlung am Mittwoch, 18. April 2018, um 18:30 Uhr
Liebe Kolleginnen und Kollegen aus dem Elternrat des Heisenberg,
alle 1. Elternsprecher ihrer jeweiligen Klassen sind eingeladen zur nächsten
Elternratsversammlung am Mittwoch, den 18. April, um 18:30 Uhr in der Mensa.
Auf der Tagesordnung stehen folgende Themen:
1. Der „Renftplatz“
2. Naturwissenschaften am Heisenberg
3. Abschied Dr. Stein
4. Unterrichtsausfall und „Aufgaben erteilt“
5. Klassenspezifische Themen (soweit vorhanden)
6. Referat Mandy Ehrke, fürs Heisenberg zuständige Berufsberaterin der Arbeitsagentur, mit anschließender Fragenrunde
Mit freundlichen Grüßen,
Christian Matschke, Elternratsvorsitzender
Donnerstag, 18. Januar 2018
Wegen Sturmwarnung: Klassen 5 bis 10 gehen jetzt nach Hause
Soeben (Donnerstag, 11:50 Uhr) erreicht mich die Nachricht, dass die Klassen 5 bis 10 in diesem Moment nach Hause geschickt werden. Grund ist der heraufziehende Sturm. In den 11. Klassen wird noch eine Klausur zuende geschrieben. Die 12. bleiben bis 13.15 Uhr. Danach sind keine Schüler mehr in der Schule.
Donnerstag, 23. November 2017
Dienstag, 17. Oktober 2017
Offizielle Liste der Elternvertreter am Heisenberg für das Schuljahr 2017/2018
Die offizielle Liste der Elternvertreter am Heisenberg für das Schuljahr 2017/2018 steht seit kurzem auf der Website der Schule zum Download als pdf bereit, und zwar auf dieser Seite: https://whs-leipzig.de/eltern/elternrat2.
Laut einer Rückmeldung aus der Klasse 7.3 sind dort entgegen den derzeitigen Angaben dieser Liste doch Elternvertreter gewählt worden, und zwar Yvonne Zschau als 1. Elternsprecherin und Frau Cämmerer als ihre Stellvertreterin.
In den Klassen 8.1 und 8.3 bleibt das Amt vorerst verwaist.
Laut einer Rückmeldung aus der Klasse 7.3 sind dort entgegen den derzeitigen Angaben dieser Liste doch Elternvertreter gewählt worden, und zwar Yvonne Zschau als 1. Elternsprecherin und Frau Cämmerer als ihre Stellvertreterin.
In den Klassen 8.1 und 8.3 bleibt das Amt vorerst verwaist.
Samstag, 30. September 2017
Bericht von der Elternratsversammlung vom 27. September
Die Elternratsversammlung vom Mittwoch beschäftigte sich mit einigen drängenden Themen.
1. Umbau "Renftplatz"
Dr. Stein referierte, dass immer noch keine Lösung in Sicht sei, was die Forderung von Eltern wie Lehrerschaft anbetrifft, dass der neu gestaltete Platz vernünftig betreut wird. Die bislang letzte Aussage dazu habe ihn im Juni erreicht, als Cornelia Klöter vom Amt für Gebäudemanagement der Stadt Leipzig versicherte, man arbeite "intensiv" an einer Lösung.
Im Elternrat herrscht Einigleit, dass die Stadt zur Verantwortung gezogen werden muss. Dass sich seit der Schulkonferenz im Mai (http://elternrat-whs.blogspot.de/2017/05/schulkonferenz-vom-2-mai-sorge-wegen.html) offensichtlich nichts getan hat, wird als grober Vertrauensbruch gewertet.
Eine Task Force wird in Zusammenarbeit mit der Schülerschaft einen Maßnahmenplan entwickeln, um unseren berechtigten Forderungen angenessenes Gehör zu verschaffen.
2. Unterrichtsausfall
Der leider auch am Heisenberg grassierende Unterrichtsausfall verärgert die Elternschaft. Dies wurde auf der Elternratssitzung deutlich.
Entspannung in Sicht ist am Heisenberg immerhin beim Thema Deutschunterricht: ab 1. Dezember sei der aktuelle Personalengpass in den Klassenstufen 6, 9 und 10 behoben, verprach Dr. Stein.
Bitter stößt vielen auf, dass die offiziellen Zahlen der Staatsregierung diesen Misstand in Sachsen nicht widerspiegeln. Denn immer wenn den Schülern ersatzweise "Aufgaben erteilt" werden, die selbständig zu bearbeiten sind, wird die Unterrichtsstunde als "fachgerecht vertreten" gewertet - und fällt damit aus der Ausfallstatistik. Dr. Stein bestätigte, dass die Zahl dieser Unterrichtstunden zwar vom Heisenberg gesondert dokumentiert, behördlicherseits aber nicht abgefragt werde.
Der Elternrat beschloss, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die eine Unterschriftenaktion bei Eltern und Schülern durchführt, um gegen den - seit Jahren beklagten - Lehrermangel zu protestieren sowie gegen den oben geschilderten Taschenspielertrick, mit dem die Misere in der amtlichen Statistik kaschiert werden soll.
Es passt ins Bild, dass Kultusministerin Kurth jetzt überraschend das Handtuch geworfen hat. Gleichzeitig wächst die Kritik an Finanzminister Unland, der mit einer überambitionierten Sparpolitik einen entscheidenden Anteil an der Misere hat: http://www.mdr.de/sachsen/kultusministerin-tritt-zurueck-100.html
Ein Dossier des MDR informiert hier über die Hintergründe des Lehrermangels, die seit etlichen Jahren diskutiert werden: http://www.mdr.de/sachsen/lehrermangel-in-sachsen-100.html.
Bereits vor fünf Jahren hatte der Landesschülerrat eine große Umfrage zum Thema Unterrichtsausfall gestartet, und der Sächsischen Staatsregierung ein schlechtes Zeugnis ausgestellt: http://docplayer.org/11287891-Gesamtauswertung-der-unterrichtsausfallstatistik-freistaat-sachsen.html
3. Befreiung vom Sportunterricht
Eltern machen immer wieder die Beobachtung, dass Kinder zur Teilnahme am Sportunterricht bis hin zur Leistungskontrolle verpflichtet werden, obwohl ein ärztliches Attest vorliegt. Dr. Stein versicherte, dass die Sportlehrer*innen angehalten sind, auf tatsächliche körperliche Einschränkungen Rücksicht zu nehmen. Allerdings bestehe Spielraum insofern, als Schüler*innen, die in ihrer Bewegungs- und Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind, fallsweise durchaus leichtere Übungen absolvieren könnten.
Eine Recherche im Vorfeld der Elternratsversammlung ergab, dass Atteste von Kinderärzten o.ä. tatsächlich nicht bindend sind für die Lehrer. Lt. Fr. Rensch von der Bildungsagentur in Leipzig ist nur die Bescheinigung des für die jeweilige Schule zuständigen "Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes" verbindlich. Im Falle des Heisenberg, so Dr. Stein, sei dies der Kinder- und Jugendärztliche Dienst in der Gustav-Mahler-Straße 3, unter der Leitung von Frau Dr. Hochstädt.
Von Seiten der Bürgerbeauftragten im Kultusministerium, Fr. Dr. Onusseit, kamen zur Frage, ob Atteste für Lehrer bindend sind, folgende Aussagen:
"Die Antwort auf Ihre (...) Frage finden Sie in der Schulbesuchsordnung (SBO) http://www.revosax.sachsen.de/Text.link?stid=5148. Über eine Befreiung vom Sportunterricht von bis zu vier Wochen entscheidet der Sportlehrer. Ab einer Woche kann er die Befreiung von einem ärztlichen Zeugnis abhängig machen.
Ab einer Dauer von vier Wochen brauchen Sie eine amtsärztliche (jugendärztliche) Bestätigung. Allerdings kann man auf die ärztlichen Zeugnisse verzichten, wenn die Befreiungsgründe offenkundig sind (§ 3 Abs. 2 SBO) .
Können Schülerinnen oder Schüler an einigen Stundenabschnitten des Sportunterrichtes aufgrund einer Teilsportbefreiung nicht aktiv teilnehmen, ist dies kein Grund, sich nicht zu bewegen. Für die Gesundheit ist es wichtig, diese Zeit für individuelle Übungen zu nutzen.
Eine weitere Quelle ist die Verwaltungsvorschrift Schulsport, hier Absatz 5 Satz 1. https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/15105-VwV-Schulsport#romV
In beiden wird von Empfehlung gesprochen. Die endgültige Entscheidung ist hoheitliche Aufgabe der Schule.
Aber, wie immer sinnvoll: Alle Beteiligten reden vertrauensvoll miteinander und finden die bestmöglichste Lösung. Jeder Fall sollte individuell mit der Schule und den Eltern geklärt werden."
Dass nur ein amtsärztliches Attest bindende Wirkung hat, überraschte die Mehrheit des Elternrates. Allerdings versicherte Dr. Stein, dass alle Sportlehrer*innen gehalten seien, mit Augenmaß vorzugehen. Sollte der Verdacht entstehen, dass ein Kind überfordert wurde, sollten sich die Eltern nicht scheuen, den bzw. die betreffende*n Lehrer*in zu kontaktieren, um etwaige Missverständnisse auszuräumen.
4. Handygebrauch in der Schule
Das Thema Handy- und Smartphonegebrauch in der Schule war bereits in der Vergangenheit Gegenstand intensiver Diskussionen gewesen. Tatsächlich hatte die Elternratsversammlung im April beschlossen, eine Änderung der Hausordnung anzuregen (siehe Absatz 3 auf dieser Seite: http://elternrat-whs.blogspot.de/2017/04/bericht-von-der-elternratsversammlung.html). Die Schulkonferenz im Mai stimmte mehrheitlich für die vorgeschlagene Neufassung von §3 Abs. 7 der Hausordnung, die Dr. Stein daraufhin der Lehrerkonferenz vorlegen wollte, die in dieser Sache das letzte Wort hat (siehe http://elternrat-whs.blogspot.de/2017/05/schulkonferenz-vom-2-mai-sorge-wegen.html).
Die Gesamtlehrerkonferenz wird nun den folgenden Entwurf der nächsten Schulkonferenz zur Genehmigung vorlegen:
Dieser Entwurf weicht vom Vorschlag der Schulkonferenz ab. Deren Entwurf hatte auf Betreiben der Eltern wesentlich schärfere Regeln für die Kinder der 5. und 6. Klassen vorgesehen. Laut Dr. Stein sah die Lehrerschaft mehrheitlich keine ausreichende Handhabe, um diese strengeren Regeln durchzusetzen. Die Vertreter des Elternrates werden in der kommenden Schulkonferenz darauf drängen, dass striktere Regeln wenigstens ab dem Schuljahr 2018/19 eingeführt werden. Dann treten neue gesetzliche Vorschriften in Kraft, die den Lehrern mehr Handlungsmöglichkeiten geben (siehe http://elternrat-whs.blogspot.de/2017/09/neu-ab-august-2018-lehrer-durfen.html).
Elternvertretern, die auf Klassenebene tiefer in das Thema Medienkompetenz einsteigen möchten, finden auf dem unten abgebildeten Scan nützliche Links und Hinweise (Dank an Andreas Ulrich). Hilfreiche Broschüren und weiter gehende Angebote stellt die Sächsische Landesmedienanstalt hier zur Verfügung: http://www.saek.de/news/best-practice-projekte/
5. Probleme mit Schließfächern von Mietra
Es gibt Unzufriedenheit darüber, wie Mietra auf Schadensmeldungen reagiert. Dr. Stein erklärte, die Schule habe keine Interventionsmöglichkeiten in dieser Sache. Die Räumlichkeiten würden Mietra vom Amt für Gebäudemanagement zur Verfügung gestellt, die Verträge würden jeweils zwischen Mietra und den Nutzern direkt geschlossen.
6. Schulprogramm
Es fand sich ein kleines Team von Eltern, das am neuen Schulprogramm mitwirken wird. Weitere Interessenten sind herzlich eingeladen.
7. Wahl der/des Elternratsvorsitzenden
Christian Matschke wurde als Elternratsvorsitzender bestätigt mit 19 von 20 Stimmen bei einer Stimmenthaltung. Es gab keinen Gegenkandidaten.
8. Wahl der 3 zusätzlichen Elternvertreter in der Schulkonferenz
Zusammen mit dem Elternratsvorsitzenden vertreten folgende Eltern den Elternrat in der Schulkonferenz: Katja Herr, Jürgen Gemerek, Sören Marx.
9. Wahl einer/eines stellvertretenden Elternratsvorsitzenden
Zum stellvertretenden Elternratsvorsitzenden bestimmt wurde Sören Marx mit 19 von 20 Stimmen bei einer Stimmenthaltung. Es gab keinen Gegenkandidaten.
10. Sonstiges
Anwesenheitsliste:
An der Elternratsversammlung nahmen folgende 1. Elternvertreter teil:
Anja Frenzel (5/1)
Thomas Uhlich (5/2)
Andreas Ulrich (5/3)
Danilo Böhme (5/4)
Jürgen Gemerek (6/1)
Christina Kahl (6/2)
Silke Renner (6/3)
Kathrin Mayer (6/4)
Sören Marx (7/2)
Claudia Müller (7/4)
Jens Oswald (8/1)
Janet Weber (8/2)
Christian Matschke (9/2)
Mandy Fiedler (9/3)
Matthias Wesselkamp (10/1)
Katja Herr (10/2)
Beate Trompter (11/1)
Gunnar Busse (11)
Doris Franz (12/2)
Marco Neidhardt (12/4)
Es fehlten entschuldigt:
Kristin Schwierzy (11/3) (mit Vertretung)
Antje Welcker (12/5)
Als Gäste nahmen teil:
Schulleiter Dr. Stein sowie der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, Sven Brugger
1. Umbau "Renftplatz"
Dr. Stein referierte, dass immer noch keine Lösung in Sicht sei, was die Forderung von Eltern wie Lehrerschaft anbetrifft, dass der neu gestaltete Platz vernünftig betreut wird. Die bislang letzte Aussage dazu habe ihn im Juni erreicht, als Cornelia Klöter vom Amt für Gebäudemanagement der Stadt Leipzig versicherte, man arbeite "intensiv" an einer Lösung.
Im Elternrat herrscht Einigleit, dass die Stadt zur Verantwortung gezogen werden muss. Dass sich seit der Schulkonferenz im Mai (http://elternrat-whs.blogspot.de/2017/05/schulkonferenz-vom-2-mai-sorge-wegen.html) offensichtlich nichts getan hat, wird als grober Vertrauensbruch gewertet.
Eine Task Force wird in Zusammenarbeit mit der Schülerschaft einen Maßnahmenplan entwickeln, um unseren berechtigten Forderungen angenessenes Gehör zu verschaffen.
2. Unterrichtsausfall
Der leider auch am Heisenberg grassierende Unterrichtsausfall verärgert die Elternschaft. Dies wurde auf der Elternratssitzung deutlich.
Entspannung in Sicht ist am Heisenberg immerhin beim Thema Deutschunterricht: ab 1. Dezember sei der aktuelle Personalengpass in den Klassenstufen 6, 9 und 10 behoben, verprach Dr. Stein.
Bitter stößt vielen auf, dass die offiziellen Zahlen der Staatsregierung diesen Misstand in Sachsen nicht widerspiegeln. Denn immer wenn den Schülern ersatzweise "Aufgaben erteilt" werden, die selbständig zu bearbeiten sind, wird die Unterrichtsstunde als "fachgerecht vertreten" gewertet - und fällt damit aus der Ausfallstatistik. Dr. Stein bestätigte, dass die Zahl dieser Unterrichtstunden zwar vom Heisenberg gesondert dokumentiert, behördlicherseits aber nicht abgefragt werde.
Der Elternrat beschloss, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die eine Unterschriftenaktion bei Eltern und Schülern durchführt, um gegen den - seit Jahren beklagten - Lehrermangel zu protestieren sowie gegen den oben geschilderten Taschenspielertrick, mit dem die Misere in der amtlichen Statistik kaschiert werden soll.
Es passt ins Bild, dass Kultusministerin Kurth jetzt überraschend das Handtuch geworfen hat. Gleichzeitig wächst die Kritik an Finanzminister Unland, der mit einer überambitionierten Sparpolitik einen entscheidenden Anteil an der Misere hat: http://www.mdr.de/sachsen/kultusministerin-tritt-zurueck-100.html
Ein Dossier des MDR informiert hier über die Hintergründe des Lehrermangels, die seit etlichen Jahren diskutiert werden: http://www.mdr.de/sachsen/lehrermangel-in-sachsen-100.html.
Bereits vor fünf Jahren hatte der Landesschülerrat eine große Umfrage zum Thema Unterrichtsausfall gestartet, und der Sächsischen Staatsregierung ein schlechtes Zeugnis ausgestellt: http://docplayer.org/11287891-Gesamtauswertung-der-unterrichtsausfallstatistik-freistaat-sachsen.html
3. Befreiung vom Sportunterricht
Eltern machen immer wieder die Beobachtung, dass Kinder zur Teilnahme am Sportunterricht bis hin zur Leistungskontrolle verpflichtet werden, obwohl ein ärztliches Attest vorliegt. Dr. Stein versicherte, dass die Sportlehrer*innen angehalten sind, auf tatsächliche körperliche Einschränkungen Rücksicht zu nehmen. Allerdings bestehe Spielraum insofern, als Schüler*innen, die in ihrer Bewegungs- und Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind, fallsweise durchaus leichtere Übungen absolvieren könnten.
Eine Recherche im Vorfeld der Elternratsversammlung ergab, dass Atteste von Kinderärzten o.ä. tatsächlich nicht bindend sind für die Lehrer. Lt. Fr. Rensch von der Bildungsagentur in Leipzig ist nur die Bescheinigung des für die jeweilige Schule zuständigen "Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes" verbindlich. Im Falle des Heisenberg, so Dr. Stein, sei dies der Kinder- und Jugendärztliche Dienst in der Gustav-Mahler-Straße 3, unter der Leitung von Frau Dr. Hochstädt.
Von Seiten der Bürgerbeauftragten im Kultusministerium, Fr. Dr. Onusseit, kamen zur Frage, ob Atteste für Lehrer bindend sind, folgende Aussagen:
"Die Antwort auf Ihre (...) Frage finden Sie in der Schulbesuchsordnung (SBO) http://www.revosax.sachsen.de/Text.link?stid=5148. Über eine Befreiung vom Sportunterricht von bis zu vier Wochen entscheidet der Sportlehrer. Ab einer Woche kann er die Befreiung von einem ärztlichen Zeugnis abhängig machen.
Ab einer Dauer von vier Wochen brauchen Sie eine amtsärztliche (jugendärztliche) Bestätigung. Allerdings kann man auf die ärztlichen Zeugnisse verzichten, wenn die Befreiungsgründe offenkundig sind (§ 3 Abs. 2 SBO) .
Können Schülerinnen oder Schüler an einigen Stundenabschnitten des Sportunterrichtes aufgrund einer Teilsportbefreiung nicht aktiv teilnehmen, ist dies kein Grund, sich nicht zu bewegen. Für die Gesundheit ist es wichtig, diese Zeit für individuelle Übungen zu nutzen.
Eine weitere Quelle ist die Verwaltungsvorschrift Schulsport, hier Absatz 5 Satz 1. https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/15105-VwV-Schulsport#romV
In beiden wird von Empfehlung gesprochen. Die endgültige Entscheidung ist hoheitliche Aufgabe der Schule.
Aber, wie immer sinnvoll: Alle Beteiligten reden vertrauensvoll miteinander und finden die bestmöglichste Lösung. Jeder Fall sollte individuell mit der Schule und den Eltern geklärt werden."
Dass nur ein amtsärztliches Attest bindende Wirkung hat, überraschte die Mehrheit des Elternrates. Allerdings versicherte Dr. Stein, dass alle Sportlehrer*innen gehalten seien, mit Augenmaß vorzugehen. Sollte der Verdacht entstehen, dass ein Kind überfordert wurde, sollten sich die Eltern nicht scheuen, den bzw. die betreffende*n Lehrer*in zu kontaktieren, um etwaige Missverständnisse auszuräumen.
4. Handygebrauch in der Schule
Das Thema Handy- und Smartphonegebrauch in der Schule war bereits in der Vergangenheit Gegenstand intensiver Diskussionen gewesen. Tatsächlich hatte die Elternratsversammlung im April beschlossen, eine Änderung der Hausordnung anzuregen (siehe Absatz 3 auf dieser Seite: http://elternrat-whs.blogspot.de/2017/04/bericht-von-der-elternratsversammlung.html). Die Schulkonferenz im Mai stimmte mehrheitlich für die vorgeschlagene Neufassung von §3 Abs. 7 der Hausordnung, die Dr. Stein daraufhin der Lehrerkonferenz vorlegen wollte, die in dieser Sache das letzte Wort hat (siehe http://elternrat-whs.blogspot.de/2017/05/schulkonferenz-vom-2-mai-sorge-wegen.html).
Die Gesamtlehrerkonferenz wird nun den folgenden Entwurf der nächsten Schulkonferenz zur Genehmigung vorlegen:
Dieser Entwurf weicht vom Vorschlag der Schulkonferenz ab. Deren Entwurf hatte auf Betreiben der Eltern wesentlich schärfere Regeln für die Kinder der 5. und 6. Klassen vorgesehen. Laut Dr. Stein sah die Lehrerschaft mehrheitlich keine ausreichende Handhabe, um diese strengeren Regeln durchzusetzen. Die Vertreter des Elternrates werden in der kommenden Schulkonferenz darauf drängen, dass striktere Regeln wenigstens ab dem Schuljahr 2018/19 eingeführt werden. Dann treten neue gesetzliche Vorschriften in Kraft, die den Lehrern mehr Handlungsmöglichkeiten geben (siehe http://elternrat-whs.blogspot.de/2017/09/neu-ab-august-2018-lehrer-durfen.html).
Elternvertretern, die auf Klassenebene tiefer in das Thema Medienkompetenz einsteigen möchten, finden auf dem unten abgebildeten Scan nützliche Links und Hinweise (Dank an Andreas Ulrich). Hilfreiche Broschüren und weiter gehende Angebote stellt die Sächsische Landesmedienanstalt hier zur Verfügung: http://www.saek.de/news/best-practice-projekte/
5. Probleme mit Schließfächern von Mietra
Es gibt Unzufriedenheit darüber, wie Mietra auf Schadensmeldungen reagiert. Dr. Stein erklärte, die Schule habe keine Interventionsmöglichkeiten in dieser Sache. Die Räumlichkeiten würden Mietra vom Amt für Gebäudemanagement zur Verfügung gestellt, die Verträge würden jeweils zwischen Mietra und den Nutzern direkt geschlossen.
6. Schulprogramm
Es fand sich ein kleines Team von Eltern, das am neuen Schulprogramm mitwirken wird. Weitere Interessenten sind herzlich eingeladen.
7. Wahl der/des Elternratsvorsitzenden
Christian Matschke wurde als Elternratsvorsitzender bestätigt mit 19 von 20 Stimmen bei einer Stimmenthaltung. Es gab keinen Gegenkandidaten.
8. Wahl der 3 zusätzlichen Elternvertreter in der Schulkonferenz
Zusammen mit dem Elternratsvorsitzenden vertreten folgende Eltern den Elternrat in der Schulkonferenz: Katja Herr, Jürgen Gemerek, Sören Marx.
9. Wahl einer/eines stellvertretenden Elternratsvorsitzenden
Zum stellvertretenden Elternratsvorsitzenden bestimmt wurde Sören Marx mit 19 von 20 Stimmen bei einer Stimmenthaltung. Es gab keinen Gegenkandidaten.
10. Sonstiges
- Rekonstruktionsarbeiten: Dr. Stein erwartet, dass die Restarbeiten frühestens zum Schuljahresende abgeschlossen sind. Zu erledigen sind u.a. noch Malerarbeiten sowie Reparaturen an Fußböden und Decken. Zwischenzeitlich aufgetretene Probleme mit Schimmel seien inzwischen behoben.
- 25-Jahr-Feier: Das Heisenberg feiert am 3. November sein 25jähriges Bestehen. Die Elternratsversammlung organisierte noch am Mittwochabend auf Bitten der Schülersprecher vier Feuerschalen, die zusammen mit weiteren den Schzulhof erleuchten sollen. Wer noch Holz spenden will (je mehr, je schöner): angefeuert wird, wenn es dunkel wird.
- Lüftungsampel: Sven Brugger, der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, bestätigte die Absicht, für die Schule eine sog. Lüftungsampel anzuschaffen. Sie dient der Kontrolle des Sauerstoffgehalts in der Raumluft. Hintergrund ist der Einbau neuer Fenster im Zuge der Rekonstruktionsarbeiten. Im Unterschied zu den alten Fenstern unterbinden sie im geschlossenen Zustand jegliche Frischluftzufuhr rigoros. Bisherige Erfahrungen mit einem Testgerät zeigen allerdings, dass nicht alle Lehrer*innen am Heisenberg vorbehaltlos bereit sind, die Fenster zu öffnen, wenn die Ampel auf Rot steht und Frischluftzufuhr anmahnt.
Anwesenheitsliste:
An der Elternratsversammlung nahmen folgende 1. Elternvertreter teil:
Anja Frenzel (5/1)
Thomas Uhlich (5/2)
Andreas Ulrich (5/3)
Danilo Böhme (5/4)
Jürgen Gemerek (6/1)
Christina Kahl (6/2)
Silke Renner (6/3)
Kathrin Mayer (6/4)
Sören Marx (7/2)
Claudia Müller (7/4)
Jens Oswald (8/1)
Janet Weber (8/2)
Christian Matschke (9/2)
Mandy Fiedler (9/3)
Matthias Wesselkamp (10/1)
Katja Herr (10/2)
Beate Trompter (11/1)
Gunnar Busse (11)
Doris Franz (12/2)
Marco Neidhardt (12/4)
Es fehlten entschuldigt:
Kristin Schwierzy (11/3) (mit Vertretung)
Antje Welcker (12/5)
Als Gäste nahmen teil:
Schulleiter Dr. Stein sowie der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, Sven Brugger
Mittwoch, 13. September 2017
Einladung zur Elternratsversammlung am Mittwoch, 27. September 2017, um 18:30 Uhr
Alle neuen bzw. wieder gewählten 1. Elternsprecher*innen sind eingeladen zur nächsten Elternratsversammlung. Sie findet statt am Mittwoch, den 27. September, um 18:30 Uhr in der Mensa.
Auf der Tagesordnung (modifiziert am 19.9. sowie am 24.9.) stehen folgende Themen:
1. „Renftplatz“
2. Unterrichtsausfall
3. Sportbefreiungen
4. Nutzung von Smartphones etc.
5. Mietra
6. Schulprogramm
7. Wahl der bzw. des Elternratsvorsitzenden
8. Wahl der 3 zusätzlichen Elternvertreter in der Schulkonferenz
9. Wahl einer/eines stellvertretenden Elternratsvorsitzenden
10. Sonstiges
Elternsprecher*innen, die terminlich verhindert sind, können selbstverständlich eine*n Stellvertreter*in entsenden.
Anmerkungen zu den TOP:
ad 1) Dr. Stein wird uns den aktuellen Stand referieren; die Frage nach der Betreuung des Platzes scheint noch nicht zufriedenstellend gelöst.
ad 2) Unter den Eltern ist in diesem Schuljahr bereits viel Unmut entstanden über das große Ausmaß an Unterrichtsausfall sowie das Thema "Aufgaben erteilt. Die Sächsische Zeitung hat dazu aktuelle Zahlen aus dem Freistaat: http://www.sz-online.de/sachsen/stundenausfall-steigt-drastisch-3766725.html
ad 3) Zitat eines*r Elternvertreters*in: "Mir wurde zugetragen, dass Kinder trotz Sportbefreiung aktiv am Sportunterricht bis hin zur Leistungskontrolle teilnehmen mussten."
ad 4) Der Gebrauch von Smartphones in der Schule ist nach Ansicht von Elternvertretern immer noch nicht ausreichend geregelt. Ein*e Elternvertreter*in dazu: "In der 7. Klasse heißt es, Handys sind bis Klasse 9 verboten, in der 5. Klasse heißt es, es gäbe dazu keine Regelung. Den Kindern dort wurde lediglich gesagt, dass sie ihre Handys im Unterricht ausmachen müssten. Wenn man zu Pausenzeiten auf dem Schulhof ist, sieht man sehr wohl, dass gerade die Kleinen, sobald sie auf den Hof kommen, ihre Handys rausnehmen und loszocken. Wollten wir nicht gerade das vermeiden?"
Tatsächlich hatte die Elternratsversammlung im April beschlossen, eine Änderung der Hausordnung anzuregen (siehe Absatz 3 auf dieser Seite: http://elternrat-whs.blogspot.de/2017/04/bericht-von-der-elternratsversammlung.html). Die Schulkonferenz im Mai stimmte mehrheitlich für die vorgeschlagene Neufassung von §3 Abs. 7 der Hausordnung, die Dr. Stein daraufhin der Lehrerkonferenz vorlegen wollte, die in dieser Sache das letzte Wort hat (siehe http://elternrat-whs.blogspot.de/2017/05/schulkonferenz-vom-2-mai-sorge-wegen.html).
Die Hausordnung ist jedoch immer noch unverändert. Eine Stellungnahme der Lehrerkonferenz liegt bisher nicht vor.
ad 5) Es gibt Unzufriedenheit darüber, wie Mietra auf Schadensmeldungen reagiert.
ad 6) Wir suchen Eltern, die Freude daran haben, am Entwurf eines neuen Schulprogramms mitzuwirken.
Mit freundlichen Grüßen,
Christian Matschke
Elternratsvorsitzender der Werner-Heisenberg-Schule
Auf der Tagesordnung (modifiziert am 19.9. sowie am 24.9.) stehen folgende Themen:
1. „Renftplatz“
2. Unterrichtsausfall
3. Sportbefreiungen
4. Nutzung von Smartphones etc.
5. Mietra
6. Schulprogramm
7. Wahl der bzw. des Elternratsvorsitzenden
8. Wahl der 3 zusätzlichen Elternvertreter in der Schulkonferenz
9. Wahl einer/eines stellvertretenden Elternratsvorsitzenden
10. Sonstiges
Elternsprecher*innen, die terminlich verhindert sind, können selbstverständlich eine*n Stellvertreter*in entsenden.
Anmerkungen zu den TOP:
ad 1) Dr. Stein wird uns den aktuellen Stand referieren; die Frage nach der Betreuung des Platzes scheint noch nicht zufriedenstellend gelöst.
ad 2) Unter den Eltern ist in diesem Schuljahr bereits viel Unmut entstanden über das große Ausmaß an Unterrichtsausfall sowie das Thema "Aufgaben erteilt. Die Sächsische Zeitung hat dazu aktuelle Zahlen aus dem Freistaat: http://www.sz-online.de/sachsen/stundenausfall-steigt-drastisch-3766725.html
ad 3) Zitat eines*r Elternvertreters*in: "Mir wurde zugetragen, dass Kinder trotz Sportbefreiung aktiv am Sportunterricht bis hin zur Leistungskontrolle teilnehmen mussten."
ad 4) Der Gebrauch von Smartphones in der Schule ist nach Ansicht von Elternvertretern immer noch nicht ausreichend geregelt. Ein*e Elternvertreter*in dazu: "In der 7. Klasse heißt es, Handys sind bis Klasse 9 verboten, in der 5. Klasse heißt es, es gäbe dazu keine Regelung. Den Kindern dort wurde lediglich gesagt, dass sie ihre Handys im Unterricht ausmachen müssten. Wenn man zu Pausenzeiten auf dem Schulhof ist, sieht man sehr wohl, dass gerade die Kleinen, sobald sie auf den Hof kommen, ihre Handys rausnehmen und loszocken. Wollten wir nicht gerade das vermeiden?"
Tatsächlich hatte die Elternratsversammlung im April beschlossen, eine Änderung der Hausordnung anzuregen (siehe Absatz 3 auf dieser Seite: http://elternrat-whs.blogspot.de/2017/04/bericht-von-der-elternratsversammlung.html). Die Schulkonferenz im Mai stimmte mehrheitlich für die vorgeschlagene Neufassung von §3 Abs. 7 der Hausordnung, die Dr. Stein daraufhin der Lehrerkonferenz vorlegen wollte, die in dieser Sache das letzte Wort hat (siehe http://elternrat-whs.blogspot.de/2017/05/schulkonferenz-vom-2-mai-sorge-wegen.html).
Die Hausordnung ist jedoch immer noch unverändert. Eine Stellungnahme der Lehrerkonferenz liegt bisher nicht vor.
ad 5) Es gibt Unzufriedenheit darüber, wie Mietra auf Schadensmeldungen reagiert.
ad 6) Wir suchen Eltern, die Freude daran haben, am Entwurf eines neuen Schulprogramms mitzuwirken.
Mit freundlichen Grüßen,
Christian Matschke
Elternratsvorsitzender der Werner-Heisenberg-Schule
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