Donnerstag, 29. Oktober 2015

Totalsanierung unwahrscheinlich, Teilsanierung soll im Sommer 2016 fertig sein

Das Heisenberg wird wohl doch nicht von Grund auf saniert. Dr. Stein berichtete gestern abend der Schulkonferenz, er wisse aus einer zuverlässigen Quelle, dass die involvierten Fachabteilungen der Stadt sich gegen dieses Vorhaben ausgesprochen hätten. Die offizielle Entscheidung stehe zwar noch aus, aber die im Sommer angedachte Totalsanierung sei mit ziemlicher Sicherheit vom Tisch. Eine Totalsanierung hätte bedeutet, dass die Stadt staatliche Fördermittel in erheblichem Umfang hätte rückerstatten müssen; zudem wären damit viele bereits durchgeführte Sanierungsmaßnahmen obsolet geworden.

Die derzeit laufende Teilsanierung soll nun bis zum Sommer des kommenden Jahres so weit abgeschlossen sein, dass der Schulbetrieb wieder vollständig im Hauptgebäude stattfinden kann. Dr. Stein betonte, er habe der Stadt gegenüber Bedingungen gestellt: Die Rückkehr aus dem Ausweichquartier Diderotstraße zum Schuljahresbeginn 2016/17 sei nur zumutbar, wenn die Bauarbeiten restlos beendet seien - mit Ausnahme der Außenfassade und des zweiten Toilettenstrangs. Für die zusätzliche Sanierung der Toiletten hatten Eltern und Schüler mit Unterstützung der Lehrer im vergangenen Jahr erfolgreich gekämpft.

- Ein Protokoll der gestrigen Schulkonferenz mit weiteren Themen folgt in Kürze -

Freitag, 10. Juli 2015

Stadt plant jetzt Totalsanierung

Überraschung zum Ferienbeginn: Das Heisenberg wird möglicherweise doch komplett saniert. Die Planungen laufen bereits. Noch vor Jahresende soll die Ratsversammlung über das Paket mit einem geschätzten Gesamtvolumen von ca. 4,5 Millionen Euro abstimmen.

In einem Hintergrundgespräch informierten Stadt und Bildungsagentur gestern die Schulleitung sowie Lehrer- und Elternvertreter.

Zum Schuljahr 2018/19 würde das Gebäude in der Renftstraße vollständig saniert sein, sagte Nicolas Tsapos, der Leiter des städtischen Amtes für Jugend, Familie und Bildung. Eine wichtige Bedingung gebe es jedoch: Das Haus müsse geräumt werden.

Für zwölf bis 14 Klassenräume werde daher Ersatz gesucht. Das Gebäude an der Diderotstraße ist dafür zu klein. Um den zusätzlichen Platzbedarf aufzufangen, sucht die Stadt ein Gelände für ein Containersystem.

Infrage käme u.a. ein freies Areal direkt gegenüber dem Haus in der Diderotstraße. Eine Lösung mit mehr als zwei Ersatzquartieren werde die Sächsischen Bildungsagentur nicht akzeptieren können, bekräftigte Ralf Berger, der Leiter der Leipziger Regionalstelle.

Tsapos sagte, Vorgespräche in verschiedenen Fachbereichen der Verwaltung hätten gezeigt, dass die Vollsanierung des Heisenberg tatsächlich eine sehr gute Chance habe - vorausgesetzt, die Raumfrage lasse sich klären und die Stadträte stimmten der Planungsvorlage des Amtes für Gebäudemanagement zu.

Die Ratsversammlung hatte kurzfristig auf Antrag von OB Jung beschlossen, dass das Amt für Gebäudemanagement entsprechende Planungen bis zum 4. Quartal fertigstellen soll.

Wegen der anvisierten Komplettsanierung müssen die derzeit laufenden Arbeiten unterbrochen werden. Das Dach werde aber in jedem Fall repariert, sagte Thomas Kuhnert, der Abteilungsleiter für Bau und Ausbildungsförderung im Amt für Jugend, Familie und Bildung. Sollte die Vollsanierung wider Erwarten nicht beschlossen werden, könnte die Teilsanierung wegen dieses Baustopps noch etwas länger dauern als erwartet.

Mittwoch, 1. Juli 2015

Jetzt haben wir es schriftlich: Das Heisenberg bleibt in der Diderotstraße

Wie wir heute von Herrn Dr. Stein erfahren haben, ist das Thema Ausweichquartier nun in trockenen Tüchern.  Nicolas Tsapos, der Chef des städtischen Amtes für Jugend, Familie und Bildung, hat der  Schule inzwischen schriftlich bestätigt, dass es beim Ausweichquartier Diderotstraße bleibt, und dass die Raumprobleme der Robsonschule mit Containern gelöst werden sollen.


Sonntag, 28. Juni 2015

Versprochen: Heisenberg muss nicht nochmal umziehen

Der vereinte Protest von Lehrern, Eltern und Schülern fand Gehör: Wie die Leipziger Volkszeitung vom 25. Juni meldet, hat Nicolas Tsapos, der Chef des städtischen Amtes für Jugend, Familie und Bildung, zugesagt, dass das Heisenberg während der laufenden Sanierungsmaßnahmen nicht nochmal in ein neues Ausweichquartier umziehen muss, sondern in der Diderotstraße bleiben kann.

Hier der vollständige Artikel der LVZ: http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Jetzt-wehren-sich-die-Lehrer-am-Heisenberg-Gymnasium

Die Lehrer hatten vor knapp zwei Wochen ein Protestschreiben an die Stadt gerichtet, das sowohl von der Schülervertretung als auch vom Elternrat mit jeweils gesonderten Schreiben voll unterstützt wurde.

Hier der Wortlaut des Schreibens, das der Elternrat beigesteuert hatte:

"Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Jung, 

der Elternrat der Werner-Heisenberg-Schule unterstützt das Anliegen der Lehrerschaft in vollem Umfang, das Schulgebäude in der  Diderotstraße in der gleichen Weise wie bisher als Ausweichquartier während der Teilsanierungsarbeiten am Hauptgebäude zu nutzen.

Auch wir wenden uns strikt gegen mögliche Pläne, unseren Schülerinnen und Schülern einen neuerlichen Umzug zuzumuten. Der Schulerfolg unserer Kinder wäre u.E. in noch stärkerem Maße gefährdet als durch die derzeitige Lösung, die beschwerlich genug ist.

Wir verweisen ebenfalls auf die Tatsache, dass es eine nicht nachvollziehbare Entscheidung wäre, 30 Klassenzimmer des Heisenberg zu verlegen, statt sieben oder acht wie im Fall der Paul-Robeson-Schule (für die sich hoffentlich ebenfalls eine möglichst verträgliche Lösung findet).

Die Eltern wünschen in dieser Sache dringend Planungssicherheit vor Beginn der Sommerferien. Wir bitten Sie, die dazu geeigneten Maßnahmen einzuleiten, einschließlich eines Treffens mit Vertretern der Lehrer, Eltern und Schüler."


Wir freuen uns, dass die Verantwortlichen der Stadt Leipzig unseren Argumenten folgten, und dass sie noch vor Beginn der Sommerferien für Klarheit - und Aufatmen - gesorgt haben.

Sonntag, 14. Juni 2015

Beschlussvorlage im Stadtrat am Mittwoch: Sanierung beider Toilettenstränge bis 31.10.2016

Das sieht erstmal ganz gut aus: Am Mittwoch liegt der Ratsversammlung ein Beschluss vor, in dem Ablauf und Finanzierung der Arbeiten am Heisenberg geregelt werden. Die für uns zentralen Aussagen darin:

- Beide Toilettenstränge werden saniert, die Finanzierung beider ist gedeckt.

- Der erste Sanitärstrang (Seite Sporthalle) wird bis Ende des Jahres 2015 fertig gestellt. Der zweite Sanitärstrang (Seite Anker) soll 2016 saniert werden.

- vorauss. Fertigstellung Brandschutzmaßnahme: 30.08.2016

- vorauss. Fertigstellung Gebäudehülle + Sanitär: 31.10.2016; daraus folgt logisch: der zweite Toilettenstrang ist spätestens am 31.10.2016 fertig

Die Vorlage hat bereits verschiedene Fachausschüsse passiert. Morgen, Montag, wird sie ein zweites Mal im Fachausschuss Finanzen besprochen, bevor die Ratsversammlung am Mittwoch ab 14 Uhr darüber berät.

Die Vorlage enthält interessante Details zu den Hintergründen und dem geplanten Ablauf der Arbeiten.

Was verwundert: Die Gesamtkosten zur Sanierung beider Toilettenstränge werden offenbar mit knapp 550.000 Euro veranschlagt! So heißt es auf Seite 7 der Vorlage: "Mit Beschlussfassung des BB VAV-208/14 im Juni 2014 wurden 300.000 EUR zusätzlich für die Sanierung der baufälligen Sanitäranlagen bereitgestellt. Daraufhin konnte mit der Planung dieser Leistung begonnen werden. Nach Abschluss der Entwurfsplanung stellte sich allerdings heraus, dass die bereitgestellten Mittel nicht auskömmlich sind, um beide Sanitärstränge zu sanieren. Die tatsächlich zu erwartenden Kosten werden mit dieser Änderung zur Beschlussfassung präzisiert." Diese Mehrkosten werden dann auf S.8 unter "3. Investitionsaufwand" beziffert mit 245.487 Euro. Macht zusammen 545.487 Euro.

Links:

Infos zur Vorlage im Ratsinformationssystem der Stadt: https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1001858

Die Vorlage im Wortlaut als pdf: https://ratsinfo.leipzig.de/bi/___tmp/tmp/45-181-136680033431/680033431/01024188/88-Anlagen/01/150522HHVAenderungBBHeisGym.pdf

Tagesordnung der Ratsversammlung am Mittwoch: https://ratsinfo.leipzig.de/bi/to010.asp?SILFDNR=1000322


Freitag, 12. Juni 2015

Landesschülerrat kritisiert hohen Unterrichtssausfall in Sachsen

Viele interessierte Eltern haben den Eindruck, dass der Unterrichtsausfall an den weiterführenden Schulen in Sachsen ein unerträgliches Ausmaß angenommen hat.

Diesen Eindruck bestätigt eine aktuelle Erhebung des Landesschülerrats vom März 2015, deren Ergebnisse kürzlich veröffentlicht wurden.

Demnach beträgt der Unterrichtsausfall derzeit knapp 14 Prozent. "Aussagen von Bildungspolitikern, wonach es keinen Lehrermangel gebe, erscheinen vor diesem Hintergrund geradezu grotesk!“, sagt dazu Friedrich Roderfeld, stellvertretender Vorsitzender des LSR Sachsen.

Die Lehrergewerkschaft GEW greift das Thema in ihrer Mitgliederzeitschrift E&W Sachsen auf und stimmt der Analyse der Schüler zu (Seite 9 der Juni-Ausgabe - online leider nicht verfügbar). Sie weist auch darauf hin, dass sog. Stillbeschäftigung (nach dem Motto "Aufgaben erteilt") klar als Unterrichtsausfall zu werten sei.

Donnerstag, 11. Juni 2015

Fabian lässt das Heisenberg beim Thema Ausweichquartier noch im Unklaren



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UPDATE 14. JUNI:

Das Toilettenthema steht tatsächlich vor einem befriedigenden Abschluss (siehe Blogeintrag hier). An dieser Stelle ein Danke an die Entscheidungsträger in Verwaltung und Ratsversammlung, ausdrücklich eingeschlossen Herr Prof. Dr. Fabian. Gesprächsbedarf besteht zu diesem Thema damit erstmal tatsächlich nicht mehr.

Spannend bleibt das Thema Ausweichquartier. Hier werden wir sehr gerne auf das Angebot zurückkommen, zum gegebenen Zeitpunkt ein Gespräch zu führen.

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Die Elternvertreter des Heisenberg haben Prof. Dr. Fabian als verantwortlichen Leiter des Amtes für Jugend, Familie und Bildung der Stadt Leipzig schriftlich um Hilfe gebeten. Denn aktuell ist die Verunsicherung groß, wie es weitergeht mit der Teilsanierung des Schulgebäudes, der Sanierung der Toiletten und dem Ausweichquartier in der Diderotstraße. Insbesondere zwei Befürchtungen stehen im Raum: dass nicht beide Toilettenstränge saniert werden, sondern nur einer; und dass die Schule nochmal ein neues Ausweichquartier beziehen muss, bevor die Teilsanierung Mitte 2016 abgeschlossen sein wird.

Weitere Infos dazu stehen in diesem Blogeintrag vom April.

Wir haben deshalb nach Rücksprache mit der Schulleitung Herrn Prof. Dr. Fabian zu einem möglichst kurzfristigen Gesprächstermin in die Werner-Heisenberg-Schule eingeladen, verbunden mit der Hoffnung, dass er die Sorgen von Eltern und Schülern zerstreuen könne.

Dieses Gespräch wird wohl bis auf weiteres nicht stattfinden.

Denn beantwortet wurde unser Schreiben von Thomas Kuhnert, dem Abteilungsleiter für Bau und Ausbildungsförderung, mit der Kernaussage, erst nach Abschluss laufender "Prüfverfahren" könne man einen Gesprächstermin anbieten. Das Schreiben lässt offen, um welche Prüfverfahren es sich handelt, wie lange ihre Dauer geplant ist, und wer mit uns dann ggf. ein Gespräch führen wird (wir versuchen dies derzeit zu klären). Immerhin entnehmen wir dem Brief das klare Bekenntnis zur Sanierung beider Toilettenstränge - allerdings nacheinander, und insbesondere wann der zweite kommt, bleibt offen.

Hier das Schreiben vom 3. Juni im Wortlaut:

"Sehr geehrte Frau Marczak,

Ihr Schreiben hat Herr Professor Dr. Fabian zuständigkeitshalber unserem Amt zu (sic) Bearbeitung übergeben.

In der Heisenberg-Schule waren die Realisierung von Brandschutzmaßnahmen und eine Sanierung der äußeren Hülle geplant. Zur weiteren Verbesserung der Nutzungsbedingungen wurden zusätzlicher (sic) Mittel für die Sanierung der Sanitäranlagen bereitgestellt. Während der Bauarbeiten sind Bauschäden zu Tage getreten, welche zeitlich und finanziell nicht geplante Baumaßnahmen erfordern.  Dazu befindet sich derzeit ein erweiterter Baubeschluss im Verfahren.

Mit Bestätigung der Ergänzung zum Baubeschluss wird auch die Sanierung beider Toilettenstränge bestätigt. Die Sanierung der einzelnen Stränge muss natürlich nacheinander erfolgen, um die Teilnutzung der Schule zu sichern.

Durch die zusätzlichen Baumaßnahmen kann die geplante Bauzeit nicht eingehalten werden. Die Wiedernutzbarkeit der gesamten Schule verschiebt sich. Ihre Sorgen um die Versorgung Ihrer Kinder ist verständlich. Leider kann Ihnen zur Zeit noch keine Lösung angeboten werden. Erst nach Abschluss der Prüfverfahren, in welche die Schulleitung eingebunden ist, können wir Ihnen einen Gesprächstermin anbieten.

Mit freundlichen Grüßen,
Im Auftrag


Kuhnert
Abteilungsleiter"


Der Elternrat wird sich weiter bemühen, schnellstmöglich konkrete Aussagen zu erhalten und das Gespräch mit Prof. Dr. Fabian zum Wohle der Schule und ihrer Schülerinnen und Schüler suchen.